Maria-Theresien-Platz

Über diesen Ort

Von diesem Platz aus zeigt sich Wien von einer ganz anderen Seite. Nach den engen Gassen der Altstadt wirkt der Maria-Theresien-Platz weitläufig, harmonisch und feierlich. Wenn Sie sich umsehen, wirkt die Stadt fast wie ein Schaubild. Auf der einen Seite steht das Kunsthistorische Museum, auf der anderen das Naturhistorische Museum. Vor Ihnen, in Richtung Ringstraße, setzen die Hofburg und das Burgtor die kaiserliche Geschichte fort. Hinter Ihnen liegt das MuseumsQuartier. Einst waren hier die kaiserlichen Hofstallungen, heute ist es eines der größten Kulturviertel Wiens. An kaum einem anderen Ort finden Sie so viele Facetten der Stadt auf einen Blick. Dieser Platz war Teil des großen Kaiserforum-Projekts im späten neunzehnten Jahrhundert. Es war ein ehrgeiziger Plan, um die Hofburg mit den neuen Museen jenseits der Ringstraße zu verbinden. Die Vision wurde nie ganz vollendet, aber die prachtvolle Absicht ist bis heute spürbar. Der Maria-Theresien-Platz war nicht als einfacher Freiraum gedacht, sondern als kaiserliches Statement. Architektur und Denkmäler sollten das Wien der Habsburger geordnet, mächtig und kultiviert erscheinen lassen. Im Zentrum thront Maria Theresia selbst. Das Denkmal wurde von Kaspar von Zumbusch entworfen, zwischen achtzehnhundertvierundsiebzig und achtzehnhundertsiebenundachtzig erbaut und achtzehnhundertachtundachtzig hier aufgestellt. Sie sitzt auf ihrem Thron und grüßt ihr Volk mit einer Hand. Das Denkmal macht ihre Herrschaft greifbar. Zu ihren Füßen finden Sie allegorische Figuren für Gerechtigkeit, Macht, Milde und Weisheit. Um den Sockel herum stehen Generäle und Berater. Sie erinnern daran, dass Maria Theresia nicht nur als mütterliche Herrscherin galt. Sie war eine Reformerin und eine politische Kraft, die eine riesige Monarchie in schwierigen Zeiten zusammenhielt. Schauen Sie sich nun die beiden großen Museumsgebäude an, die sich gegenüberstehen. Sie sehen fast wie Zwillinge aus, und das ist genau so gewollt. Gemeinsam präsentieren sie die kaiserliche Sammelleidenschaft in gewaltigem Ausmaß. Das Kunsthistorische Museum beherbergt weltberühmte Kunst aus fünf Jahrtausenden. Viele Stücke stammen aus den Sammlungen der Habsburger, die über Jahrhunderte gewachsen sind. Das Naturhistorische Museum zeigt die Geschichte der Erde und die Vielfalt der Natur. Die Millionen von Objekten reichen von Mineralien und Fossilien bis hin zu ausgestorbenen Tieren und prähistorischen Meisterwerken wie der Venus von Willendorf. In Wien erhielten Kunst und Wissenschaft gleichermaßen palastartige Gebäude. Dies ist auch ein guter Ort, um eine größere Geschichte über Wien zu erzählen. Die Stadt versteht es seit langem meisterhaft, Macht in Kultur zu verwandeln. Was einst der Dynastie diente, gehört heute der Öffentlichkeit. Die Hofburg wurde zu Museen, Büros und Staatsräumen. Aus den ehemaligen Hofstallungen wurde das MuseumsQuartier. Hier füllt heute moderne Kultur die barocke Architektur. Sogar dieser Platz funktioniert so. Er wurde geplant, um das Kaiserreich zu verherrlichen. Heute spazieren die Menschen hier zu Ausstellungen, Konzerten, Cafés oder einfach durch den Alltag. Wien hat seine kaiserliche Kulisse nicht abgerissen - es nutzt sie für neue Rollen. Da unser Rundgang hier endet, schauen Sie sich noch einmal um. Der Maria-Theresien-Platz ist ein passender Abschluss, weil er so viel von Wien an einem Ort vereint - Herrscher und Museen, Denkmäler und Erinnerung, Kaiserreich und moderne Kultur. Vielen Dank, dass Sie Wien mit diesem Audioguide erkundet haben. Wenn Ihnen diese Tour gefallen hat, hinterlassen Sie bitte eine Bewertung oder eine kurze Rezension in der App.

Audio-Geschichte

Maria-Theresien-Platz

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