Über diesen Ort
Die Sigismundssäule steht mitten auf dem Schlossplatz, direkt vor dem Königsschloss. Sie ist einer der bekanntesten Treffpunkte Warschaus. Viele Menschen überqueren den Platz auf ihrem Weg in die Altstadt oder entlang des Königswegs, der hier beginnt. Die Statue an der Spitze zeigt König Sigismund III. Wasa in Rüstung. In der einen Hand hält er einen Säbel, in der anderen ein Kreuz. Die Botschaft ist klar: königliche Macht und Glaube gehören zusammen. Das Denkmal wurde 1644 von seinem Sohn, König Władysław IV., zu Ehren seines Vaters und seiner Dynastie errichtet. Sigismund III. ist für eine Entscheidung bekannt, die Polens Geschichte veränderte. Im Jahr 1596 verlegte er den Hof und die Hauptstadt von Krakau nach Warschau. Mit der Zeit wurde die Säule zum Symbol für diesen Wandel - und für Warschau selbst. Sie gilt als das erste weltliche Denkmal dieser Art in der Region, inspiriert von Vorbildern aus Rom. Die Wahrzeichen Warschaus haben die schwere Geschichte der Stadt miterlebt, und diese Säule ist keine Ausnahme. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört, doch die Bronzefigur des Königs blieb erhalten. Nach dem Krieg wurde das Denkmal wiederaufgebaut und kehrte auf den Schlossplatz zurück - ein Zeichen des Neuanfangs. Ein lokales Sprichwort besagt: Wenn der König jemals seinen Säbel senkt, droht Unheil. Angesichts der Geschichte Warschaus ist es kein Wunder, dass sich um diesen Ort so viele Legenden ranken.