Königliche Kapelle (Kaplica Królewska)

Über diesen Ort

Stellen Sie sich in die ul. Św. Ducha. Suchen Sie nach dem barocken Gebäude, das sich eng zwischen die Bürgerhäuser schmiegt, direkt neben der gewaltigen Marienkirche. Das ist die Königliche Kapelle - Kaplica Królewska. Es überrascht, wie „versteckt“ sie im Vergleich zu den großen gotischen Bauwerken wirkt. Diese Kapelle entstand aus religiösen und politischen Gründen. Im 17. Jahrhundert war die Marienkirche in protestantischer Hand. Die katholische Gemeinde brauchte einen eigenen Ort für ihre Gottesdienste. Der Bau begann 1678 und wurde 1681 abgeschlossen - unterstützt von König Johann III. Sobieski und aus Mitteln des Primas Andrzej Olszowski. Achten Sie auf die Form. Anders als die langgestreckten gotischen Kirchen ist dieser Bau kompakt und zentral angelegt. Die Kuppel ragt über die Dächer hinaus und kündigt einen neuen Stil und eine neue Ära an. Der Entwurf stammt vermutlich von Tylman van Gameren, einem bedeutenden Barockarchitekten. Der Danziger Baumeister Barthel Ranisch leitete den Bau. Betrachten Sie die Details der Fassade. Der reiche Skulpturenschmuck ist typisch für den Barock - eine Epoche, die Bewegung, Drama und starke Symbole liebte. Das Gebäude lenkt den Blick nach oben, weg vom Trubel der Straße, hin zum Glauben und zur königlichen Schirmherrschaft. Der Ort trägt auch moderne Narben. Die Kapelle wurde 1945 schwer beschädigt und nach dem Krieg wiederaufgebaut. Was Sie heute sehen, ist sowohl historisch als auch sorgfältig restauriert. In dieser engen Gasse wirkt die Geschichte besonders eindringlich: Eine kleine Kapelle behauptet ihren Platz in einer Stadt der Riesenkirchen - erbaut, weil eine Gemeinschaft nicht weichen wollte.

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Königliche Kapelle (Kaplica Królewska)

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