Über diesen Ort
Gehen Sie weiter am Ufer der Mottlau entlang auf der Promenade Długie Pobrzeże. Halten Sie Ausschau nach einem Backsteintor in der alten Verteidigungslinie. Das ist die Brama Chlebnicka - ein „Wassertor“. Es wurde gebaut, um den Verkehr zwischen dem Kai und den dahinter liegenden Stadtstraßen zu kontrollieren. Von der Flussseite aus wirkt es wie ein praktischer Kontrollpunkt: ein schmaler Durchgang für Menschen und Waren von den Booten, umschlossen von der Stadtmauer. Die heutige Form stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es gilt als das älteste der erhaltenen spätgotischen Wassertore in Danzig. Schauen Sie sich das Mauerwerk genauer an. Der Spitzbogen und die hohen Blenden sind typisch für die norddeutsche Backsteingotik. Die Silhouette wirkt etwas ungleichmäßig. Früher hatte die Fassade zur Flussseite zwei kleine Türmchen, heute ist nur noch eines übrig. Das verleiht dem Tor sein besonderes Aussehen. Gehen Sie etwas näher an den Durchgang heran. Hier finden Sie historische Details. Eines davon ist eine ältere Version des Danziger Wappens - ein Hinweis auf die frühe Geschichte der Stadt. Man sieht auch ein Zeichen, das oft als Lilie gedeutet wird. Es steht für die mittelalterlichen Herrscher der Region. Der Name „Chlebnicka“ erinnert daran, dass das Tor nicht nur der Verteidigung diente. Er weist auf die Brotbänke und den Brotverkauf in der Straße hinter dem Tor hin. Stellen Sie sich das Treiben vor: Boote und Fässer am Kai, dann der Weg durch diesen Bogen in eine Straße, in der der tägliche Handel das Leben der Rechtstadt prägte. Um der Route weiter zu folgen, gehen Sie einfach geradeaus auf der Uferpromenade Długie Pobrzeże weiter, das Wasser immer an Ihrer Seite.