Über diesen Ort
Halten Sie am Rand des Gartens kurz inne. Nach nur wenigen Schritten verblasst der Verkehrslärm und die Stimmung ändert sich. Der Jardin des Tuileries erstreckt sich zwischen dem Louvre und der Place de la Concorde. Er bildet ein langes, grünes Band mitten im Herzen von Paris. Schauen Sie den Hauptweg entlang. Die klaren Linien, die gestutzten Bäume und die weiten Sichtachsen sind kein Zufall - dieser Garten wurde entworfen, um prachtvoll und geordnet zu wirken, wie ein Korridor unter freiem Himmel. Alles begann 1564 als privater Garten von Katharina von Medici. Später, im 17. Jahrhundert, gestaltete André Le Nôtre die Anlage im barocken Stil um, der die zentrale Achse bis heute prägt. Der Name „Tuileries“ erinnert an das alte Paris. Bevor dies eine königliche Adresse wurde, gab es hier Ziegeleien - auf Französisch „tuiles“. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Garten von einem privaten Hofgelände zu einem öffentlichen Park. Diese Mischung prägt den Ort bis heute: elegant und doch für alle da. Achten Sie auf ein typisches Pariser Ritual: die grünen Metallstühle. Man kann sie frei bewegen, um der Sonne zu folgen oder den Blick auf die Teiche zu genießen. An den Wasserbecken lassen Kinder Spielzeugboote segeln. Das sanfte Plätschern lässt die Zeit hier langsamer vergehen. Entdecken Sie die Statuen entlang der Wege. Der Garten wirkt wie eine Galerie unter freiem Himmel. Zwischen Hecken und Bäumen tauchen immer wieder Skulpturen auf. Im Park befinden sich zudem zwei Museen. Das Musée de l’Orangerie ist berühmt für Claude Monets Seerosen - riesige Gemälde, die den Betrachter in sanftes Licht hüllen. Ganz in der Nähe zeigt das Jeu de Paume wechselnde Ausstellungen zu Fotografie und zeitgenössischer Kunst. Hier erleben Sie die verschiedenen Schichten von Paris gleichzeitig: königliche Geschichte unter Ihren Füßen, Kunstwerke am Wegesrand und das Pariser Alltagsleben auf den berühmten grünen Stühlen, die man sich einfach in die Sonne rücken kann.