Gedenktafel des Bleuet de France

Über diesen Ort

Suchen Sie nach der kleinen Gedenktafel nahe der Achse des Place des Invalides, direkt vor dem Hôtel des Invalides. Sie markiert den Rond-point du Bleuet-de-France, der am 27. August 1998 so benannt wurde. Man läuft leicht daran vorbei, ohne sie zu bemerken. Diese schlichte Tafel weist auf ein bedeutendes französisches Symbol hin. Die „Bleuet de France“ ist die Kornblume. Sie wird getragen, um der Gefallenen zu gedenken und die Hinterbliebenen des Krieges zu unterstützen. Die Tradition begann 1916 während des Ersten Weltkriegs direkt hier im Hôtel des Invalides. Zwei Frauen, Suzanne Lenhardt und Charlotte Malleterre, arbeiteten mit verwundeten Soldaten. Sie gründeten Werkstätten, in denen die Männer kleine Kornblumen aus Seidenpapier bastelten - als Therapie und zum Spendensammeln. Die Wahl der Kornblume war kein Zufall. Das leuchtende Blau erinnerte an die neuen „horizontblauen“ Uniformen der französischen Armee. Zudem war „Bleuets“ der Spitzname für junge Rekruten, die frisch an die Front kamen - im Gegensatz zu den schlammbedeckten Veteranen. Hier fühlt sich diese Geschichte sehr nah an, denn sie nahm genau in diesem Gebäudekomplex ihren Anfang. Auch heute ist die Bleuet de France fest mit dem nationalen Gedenken verbunden. Zu den Gedenktagen am 8. Mai und 11. November verkaufen Freiwillige traditionell die kleinen blauen Blumen. Die Spenden unterstützen Veteranen, Kriegswitwen, Waisenkinder, Verwundete und Opfer von Terrorismus. Diese Tafel erinnert still daran, dass Gedenken in Frankreich auch praktische Hilfe bedeutet.

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Gedenktafel des Bleuet de France

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