Über diesen Ort
Schauen Sie sich den Bogen aus Stein und Wasser an - trotz seines Namens ist der Pont Neuf die älteste erhaltene Brücke über die Seine in Paris. Der Bau begann 1578 und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts unter König Henri IV. fertiggestellt. Die Brücke verbindet beide Ufer und führt über die westliche Spitze der Île de la Cité. Beachten Sie, wie breit die Brücke im Vergleich zu anderen alten Brücken ist. Das war damals eine echte Revolution. Der Pont Neuf wurde ohne Häuser darauf geplant. Es gab echte Gehwege für Fußgänger und kleine, runde Ausbuchtungen. Dort konnten die Menschen stehen bleiben, den Fluss beobachten und den Verkehr vorbeilassen. Im 17. Jahrhundert war dies nicht nur ein Übergang - es war eine der lebendigsten Bühnen der Stadt. Suchen Sie nun nach den Gesichtern. An den Seiten befinden sich 381 gemeißelte Steinmasken - jede ist einzigartig. Sie blicken mit komischen oder unheimlichen Gesichtern auf die Seine hinab. Man nennt sie Maskarone. Wenn Sie erst einmal die erste entdeckt haben, werden Sie automatisch nach der nächsten suchen. Dort, wo die Brücke auf die Insel trifft, steht der bronzene Reiter: König Henri IV. Die ursprüngliche Statue wurde hier Anfang des 17. Jahrhunderts aufgestellt, aber während der Französischen Revolution zerstört. Die heutige Version wurde 1818 neu gegossen - eine Erinnerung daran, dass Paris seine Symbole immer wieder neu schreibt und dann doch wiederherstellt. Bevor Sie weitergehen, schauen Sie hinunter zur Inselspitze. Dieses kleine grüne Fleckchen ist der Square du Vert-Galant, benannt nach dem Spitznamen von Henri IV. Es ist einer der schönsten „geheimen“ Aussichtspunkte an der Seine, wenn er nicht gerade wegen Hochwasser gesperrt ist. Der Pont Neuf ist nicht nur eine Brücke - er ist ein Logenplatz mit Blick auf ganz Paris.