Über diesen Ort
Campo de' Fiori bedeutet „Blumenfeld“. Der Name stammt aus dem Mittelalter, als dieser Ort noch eine Wiese am Rande der geschäftigen Stadt war. Im 15. Jahrhundert erhielt der Platz seine heutige Form. Unter Papst Calixt III. wurde er 1456 gepflastert. Mit der Zeit entwickelte er sich zu einem Zentrum für Handel und das öffentliche Leben, umgeben von Palästen und Gassen, die sich noch heute typisch römisch anfühlen. Der Platz hat auch eine dunkle Seite. Hier fanden früher öffentliche Bestrafungen und Hinrichtungen statt. Besonders bekannt ist das Schicksal des Philosophen Giordano Bruno, der hier im Jahr 1600 nach einem langen Prozess als Ketzer verbrannt wurde. Die Bronzestatue in der Mitte des Platzes erinnert an ihn. Sie wurde 1889 vom Bildhauer Ettore Ferrari geschaffen und ist bis heute ein wichtiges Symbol im modernen Rom. Tagsüber ist die Stimmung völlig anders. Hier findet einer der bekanntesten Märkte Roms statt. Von Montag bis Samstag gibt es an den Ständen frisches Obst, Gemüse und Blumen. Am späten Nachmittag verschwinden die Marktstände und machen Platz für Cafés und Bars. Dann wird der Platz zu einem lebendigen Treffpunkt.