Das Floriantor

Über diesen Ort

Das Floriantor ist der nördliche Eingang zur Krakauer Altstadt und der am besten erhaltene Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Erstmals 1307 erwähnt, wurde der Turm als Teil der Steinmauern errichtet. Diese entstanden nach dem verheerenden Mongolenüberfall von 1241, als die Stadt einen stärkeren Schutz benötigte. Einst war dies das wichtigste Tor nach Krakau. Ein befestigter Gang und eine Brücke verbanden es über den Wassergraben hinweg mit dem Barbakan. So entstand ein massiver Kontrollpunkt vor der Floriańska-Straße und dem Hauptmarkt. Hier beginnt auch der berühmte Königsweg - die feierliche Route für königliche Einzüge und Prozessionen zum Wawel. Achten Sie auf die Details. Der Torturm ist etwa 33,5 Meter hoch und trägt eine barocke Metallhaube aus dem Jahr 1660. Auf der Altstadtseite sehen Sie ein Relief des Heiligen Florian aus dem 18. Jahrhundert. An der Außenseite prangt ein steinerner weißer Adler von 1882, der nach einem Entwurf von Jan Matejko gestaltet wurde. Eine Besonderheit macht diesen Ort einzigartig: Das mittelalterliche Krakau hatte acht Stadttore, doch das Floriantor ist das einzige, das den Abriss der Befestigungsanlagen im 19. Jahrhundert überstanden hat. Der angrenzende Mauerabschnitt ist heute für seine Freiluft-Kunstgalerie bekannt. So wurde aus einer ehemaligen Verteidigungslinie ein lebendiger Ort für lokale Kunst.

Audio-Geschichte

Das Floriantor

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