Palazzo Dolfin Manin und Ponte Manin

Über diesen Ort

Unsere Geschichte führt uns nun in eine ruhige Ecke Venedigs, wo Politik, Geld und Alltag aufeinandertreffen. Der Palazzo Dolfin Manin liegt abseits der Hauptwege, war aber lange ein Zentrum der Macht. Er wurde im 16. Jahrhundert für die Familie Dolfin erbaut, ein altes venezianisches Adelsgeschlecht. Die Architektur zeigt den selbstbewussten Stil der Renaissance. Klare Linien und eine formelle Fassade unterstreichen den hohen Status der Bewohner. Später wurde das Gebäude eng mit der Familie Manin verknüpft. Ludovico Manin, der letzte Doge von Venedig, lebte hier. Im Jahr 1797 dankte er ab, nachdem Napoleons Vormarsch das Ende der Republik Venedig besiegelte. Damit endete eine Ära, die über tausend Jahre angedauert hatte. Schauen Sie sich die Fassade genau an. Die Symmetrie und die feinen Steinarbeiten dienten nicht nur der Verschönerung. In Venedig war Architektur ein öffentliches Statement. Solche Paläste vermittelten Stabilität und Kontrolle - wichtig in einer Stadt, die vom unberechenbaren Meer und dem Handel lebte. Heute wird der Palast eher mit Finanzen als mit Adelstiteln verbunden. Er dient als Sitz einer großen Bank. Das passt zur Geschichte der Gegend: Venedig basierte schon immer auf Geld, Krediten und Buchführung, um den Welthandel am Laufen zu halten. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Ponte Manin. Der Name der kleinen Brücke ist leicht zu übersehen, erinnert aber an eine bedeutende Vergangenheit. Sie verbindet den Alltag der Passanten mit einem Ort, der einst zur Spitze der alten Republik gehörte. Der Weg über die Brücke führt Sie von der Welt der Macht direkt hinein in das echte Venedig mit seinen Gassen, Geschäften und Kanälen.

Audio-Geschichte

Palazzo Dolfin Manin und Ponte Manin

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