Kirche & Museum Orsanmichele

Über diesen Ort

Orsanmichele ist eines dieser Gebäude in Florenz, die überraschen. Es sieht aus wie eine Kirche, war aber ursprünglich ein Getreidemarkt. Im Mittelalter diente es als überdachter Speicher der Stadt - eine praktische Lösung gegen Hungersnöte. Erst später wurde es zu einem Gotteshaus umgewandelt. Außen sind die Wände mit tiefen Nischen versehen. Diese gehörten den mächtigen Zünften von Florenz. Sie wetteiferten miteinander und ließen lebensgroße Statuen ihrer Schutzheiligen von den besten Künstlern anfertigen. Die Originale befinden sich heute geschützt im Museum im Obergeschoss. In den Nischen stehen meist Kopien, doch das Gefühl einer Galerie bleibt erhalten. Im Inneren ändert sich die Atmosphäre sofort - es ist dunkler, ruhiger und andächtig. Das Herzstück ist das prächtig verzierte Marmortabernakel von Orcagna aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde zu Ehren eines Madonnenbildes geschaffen, das damals viele Gläubige anzog. Es erinnert daran, dass dieser Ort beides war: spirituell und sehr öffentlich, mitten im geschäftigen Alltag. Von hier aus blickt man direkt auf das Stadtleben. Eine Seite öffnet sich zur Via dei Calzaiuoli. Das ist eine der wichtigsten Fußgängerzonen von Florenz, die den Dom mit der Piazza della Signoria verbindet.

Audio-Geschichte

Kirche & Museum Orsanmichele

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